Auf Los geht’s los

Ich verabschiede mich für fünf Wochen: In acht Stunden werde ich wieder in einem Zug sitzen (diese Tatsache macht mir genug Angst, um mich von der bevorstehenden Reha abzulenken. Wie praktisch) und habe die bewusste Entscheidung getroffen, meinen Laptop nicht mitzunehmen. Die kommenden Wochen will ich ausschließlich mir selbst widmen. In diesem Sinne: Bis bald!

Ein neues Kapitel (Rehatalk #1)

Die Zeit zwischen Antrag auf Rehabilitation und dem eigentlichen Beginn des Klinikaufenthalts war für mich bisher eine wilde Achterbahnfahrt: Vorfreude und Hoffnung auf Besserung, Angst vor der Anreise, Angst vor den Mitpatienten, Interesse an den persönlichen Geschichten anderer, Angst vor eben diesen Geschichten, Überforderung, Vorurteile, Aufregung.

Das Schleudertrauma sollte sich bald legen, denn kommende Woche geht es los. Continue reading „Ein neues Kapitel (Rehatalk #1)“

Mein Feind, die Wohnungstür

Wie aufregend eine neue Stadt sein kann! Ich hatte unglaublich viel vor nach dem Umzug: Dank meines Berufs jede Menge erleben, Vereinen beitreten, mich ehrenamtlich engagieren, Freundschaften schließen und Tiere pflegen. Der Plan gefiel mir. Nur steht all dem seit Beginn der Angststörung stets eines im Weg: die Wohnungstür.  Continue reading „Mein Feind, die Wohnungstür“

Trotzdem ich?

Schon unzählige Male geschehen, schon durch unzählige Menschen erlebt: Man kennt sich, sieht sich regelmäßig. Weil man zusammen zur Schule geht, studiert, arbeitet, im Verein tätig ist. Man versteht sich super, lacht, weint, erlebt Abenteuer und schafft Erinnerungen. Und dann ändert sich das. Nicht plötzlich. Eher schleichend; ein Auseinanderleben. Continue reading „Trotzdem ich?“

Prolog

Eigentlich ist alles gut, als mein Herz plötzlich zu rasen beginnt und mir die Luft wegbleibt.
Ich sitze in einer Versammlung, über die ich für meine Zeitung berichten soll: u-förmig angeordnete, blankpolierte Tische. Lokalpolitiker. Eine Powerpoint-Präsentation, Krawatten und teure Anzüge und in meinen Fingern beginnen die Ameisen zu tanzen; vor meinen Augen schwirren dunkle Flecken. Continue reading „Prolog“