Empfehlung: Tee und eine Portion Ehrlichkeit

logoVor mehreren Wochen bin ich auf Ginas Projekt Daily Cup of Madness gestoßen. Wenn ihr einen Blick auf ihren Blog werft, dann findet ihr jede Menge Geschichten, Interviews und Schicksale. Gina veröffentlicht auf Daily Cup of Madness die Erlebnisse von Menschen, die ihren Alltag mit und trotz psychischen Erkrankungen bestreiten. Da ist die Rede von Zwangserkrankungen. Von Depressionen, Schizophrenie oder Angststörungen. Da kommt aber auch die andere Perspektive zu Wort; nämlich die eines ehemaligen Klinikangestellten. Und das Schmankerl: Sie alle teilen ihr liebstes Getränk mit euch – als würdet ihr bei einem Teekränzchen zusammensitzen und über das Leben und seine irrsinnigen Windungen philosophieren.

Wenn ihr mögt, könnt ihr auch auf eine Tasse mit mir zusammensitzen. Denn auch meine Geschichte hat einen Platz auf Daily Cup of Madness gefunden: Ich erzähle von meiner Angsterkrankung und von dem Versuch, sie nicht mehr unter den Teppich zu kehren, sondern offen zur Sprache zu bringen. Wie es mir bisher damit ergangen ist und welche Reaktionen mir entgegengeschlagen sind, könnt ihr hier nachlesen.

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Empfehlung: die Geheimwaffe?

Es folgt eine kurze Empfehlung: Auf Judiths Blog bin ich mal wieder an das Thema erinnert worden, das mir seit Ewigkeiten im Kopf umherspukt und mit dem ich mich endlich (!!) mal ausführlich beschäftigen sollte – meiner Gesundheit zuliebe: Meditation. Judith teilt einen Link zu einer spannenden Arte-Dokumentation, die ich sofort verschlungen habe. Vielleicht ist das auch etwas für euch? „Die heilsame Kraft der Meditation“ nennt sie sich und ist noch bis zum 13. Oktober in der Mediathek einsehbar.

In 51 Minuten erfahren wir, was Meditation mit der Amygdala (und somit mit Ängsten, Depressionen, oder Panikattacken) anstellt, welchen Einfluss sie auf Entzündungsvorgänge im Körper und unser Schmerzempfinden hat, wie sie auf unsere Telomere und auf das Altern wirkt und ganz wichtig: Dass sie absolut in jeden Alltag integriert werden kann, wissenschaftlich erwiesene positive Wirkungen auf unsere psychische und physische Gesundheit hat und – für den Fall, dass noch jemand zweifelt – absolut nichts mit Hokuspokus zu tun hat.

„Viele Leute halten Meditation für ein esoterisches, magisches Ritual, das ein paar Spinner vollziehen, um ein kosmisches Bewusstsein zu erreichen. Aber es geht nicht darum, irgendwo anders zu sein, sondern genau da, wo wir sind“, sagt Prof. Jon Kabat-Zinn, der seit Jahrzehnten daran arbeitet, Medizin und Gesellschaft vom Nutzen der Achtsamkeitsmeditation zu überzeugen. Ich finde, das klingt gut.

Auf Los geht’s los

Ich verabschiede mich für fünf Wochen: In acht Stunden werde ich wieder in einem Zug sitzen (diese Tatsache macht mir genug Angst, um mich von der bevorstehenden Reha abzulenken. Wie praktisch) und habe die bewusste Entscheidung getroffen, meinen Laptop nicht mitzunehmen. Die kommenden Wochen will ich ausschließlich mir selbst widmen. In diesem Sinne: Bis bald!