Wir brauchen mehr Egoismus!

Das E-Wort war für mich schon immer ein Schimpfwort. Als maximal empathischer, selbstloser Mensch, der sich viel zu gern Verantwortung für jeden und alles aufhalsen lässt, nicht „Nein“ sagen kann und dauernd ein schlechtes Gewissen hat, habe ich diesen Begriff gefürchtet und von mir weggeschoben. Egoisten? Sind selbstversessen. Rücksichtslos. Finden es geil, ein Arschloch zu sein. Woher kommt diese Abneigung eigentlich? Und könnte es vielleicht – unter Umständen! Man weiß ja nie – Vorteile haben, sich selbst an erste Stelle zu stellen?  Continue reading „Wir brauchen mehr Egoismus!“

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Jubiläum: Ein Jahr Angststörung

Es ist verrückt, wie sehr sich mein Leben innerhalb des vergangenen Jahres verändert hat. Ein bisschen beängstigend, ja. Aber vor allem: irgendwie tröstend. Weil ich weiß, dass es immer irgendeine Lösung gibt. Und nichts so heiß gegessen werden muss, wie es gekocht wird. Man muss nur lernen, wie man die Suppe möglichst schnell runterkühlen kann. Continue reading „Jubiläum: Ein Jahr Angststörung“

Ich will keine Angststörung: Die Sache mit der Akzeptanz

„Das Wichtigste ist, dass Sie diese Erkrankung nun als solche akzeptieren.“ Meine Therapeutin sagte das mal eben gerade heraus und ich musste mir beinahe das Lachen verkneifen – so absurd klangen ihre Worte in meinen Ohren. Als ob. Als ob ich das nun einfach so hinnehme. Was sollte das? Das war nicht ich. Ganz einfach. Wieso sollte ich etwas akzeptieren, das ich absolut nicht in meinem Leben haben wollte?

Ich wehrte mich, nur um dann zu merken: Akzeptanz macht alles einfacher.

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Mein Feind, die Wohnungstür

Wie aufregend eine neue Stadt sein kann! Ich hatte unglaublich viel vor nach dem Umzug: Dank meines Berufs jede Menge erleben, Vereinen beitreten, mich ehrenamtlich engagieren, Freundschaften schließen und Tiere pflegen. Der Plan gefiel mir. Nur steht all dem seit Beginn der Angststörung stets eines im Weg: die Wohnungstür.  Continue reading „Mein Feind, die Wohnungstür“

Trotzdem ich?

Schon unzählige Male geschehen, schon durch unzählige Menschen erlebt: Man kennt sich, sieht sich regelmäßig. Weil man zusammen zur Schule geht, studiert, arbeitet, im Verein tätig ist. Man versteht sich super, lacht, weint, erlebt Abenteuer und schafft Erinnerungen. Und dann ändert sich das. Nicht plötzlich. Eher schleichend; ein Auseinanderleben. Continue reading „Trotzdem ich?“