Warum fühlt sich das so verdammt nach Scheideweg an?

Es ist wirklich schwer, damit zurechtzukommen, dass es jahrelang ein Ziel im Leben gab, das nun nirgends mehr zu finden ist. Das muss ich an dieser Stelle ehrlich zugeben. Ich bin stolz darauf, dass sich die Angststörung größtenteils aus meinem Alltag zurückgezogen hat. Was bleibt: Alles, was sie mir genommen hat. Continue reading „Warum fühlt sich das so verdammt nach Scheideweg an?“

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Fazit: erster Monat zurück im Beruf

Der erste Monat war kein Zuckerschlecken. Ja, ich habe mir in der Toilettenkabine die Tränen weggewischt. Ja, ich musste das Großraumbüro für einen Moment verlassen, um ruhig in den Bauch hineinzuatmen, mich zu erden und die Panik wegzudrängen. Ja, die Unruhe ließ mich nachts nicht einschlafen – Symptome, die ich von früher kenne und die sich mit der neuen Arbeitsstelle wieder gemeldet haben.

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Wir brauchen mehr Egoismus!

Das E-Wort war für mich schon immer ein Schimpfwort. Als maximal empathischer, selbstloser Mensch, der sich viel zu gern Verantwortung für jeden und alles aufhalsen lässt, nicht „Nein“ sagen kann und dauernd ein schlechtes Gewissen hat, habe ich diesen Begriff gefürchtet und von mir weggeschoben. Egoisten? Sind selbstversessen. Rücksichtslos. Finden es geil, ein Arschloch zu sein. Woher kommt diese Abneigung eigentlich? Und könnte es vielleicht – unter Umständen! Man weiß ja nie – Vorteile haben, sich selbst an erste Stelle zu stellen?  Continue reading „Wir brauchen mehr Egoismus!“

Jubiläum: Ein Jahr Angststörung

Es ist verrückt, wie sehr sich mein Leben innerhalb des vergangenen Jahres verändert hat. Ein bisschen beängstigend, ja. Aber vor allem: irgendwie tröstend. Weil ich weiß, dass es immer irgendeine Lösung gibt. Und nichts so heiß gegessen werden muss, wie es gekocht wird. Man muss nur lernen, wie man die Suppe möglichst schnell runterkühlen kann. Continue reading „Jubiläum: Ein Jahr Angststörung“

Ich will keine Angststörung: Die Sache mit der Akzeptanz

„Das Wichtigste ist, dass Sie diese Erkrankung nun als solche akzeptieren.“ Meine Therapeutin sagte das mal eben gerade heraus und ich musste mir beinahe das Lachen verkneifen – so absurd klangen ihre Worte in meinen Ohren. Als ob. Als ob ich das nun einfach so hinnehme. Was sollte das? Das war nicht ich. Ganz einfach. Wieso sollte ich etwas akzeptieren, das ich absolut nicht in meinem Leben haben wollte?

Ich wehrte mich, nur um dann zu merken: Akzeptanz macht alles einfacher.

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