Wir brauchen mehr Egoismus!

Das E-Wort war für mich schon immer ein Schimpfwort. Als maximal empathischer, selbstloser Mensch, der sich viel zu gern Verantwortung für jeden und alles aufhalsen lässt, nicht „Nein“ sagen kann und dauernd ein schlechtes Gewissen hat, habe ich diesen Begriff gefürchtet und von mir weggeschoben. Egoisten? Sind selbstversessen. Rücksichtslos. Finden es geil, ein Arschloch zu sein. Woher kommt diese Abneigung eigentlich? Und könnte es vielleicht – unter Umständen! Man weiß ja nie – Vorteile haben, sich selbst an erste Stelle zu stellen?  Continue reading „Wir brauchen mehr Egoismus!“

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Empfehlung: die Geheimwaffe?

Es folgt eine kurze Empfehlung: Auf Judiths Blog bin ich mal wieder an das Thema erinnert worden, das mir seit Ewigkeiten im Kopf umherspukt und mit dem ich mich endlich (!!) mal ausführlich beschäftigen sollte – meiner Gesundheit zuliebe: Meditation. Judith teilt einen Link zu einer spannenden Arte-Dokumentation, die ich sofort verschlungen habe. Vielleicht ist das auch etwas für euch? „Die heilsame Kraft der Meditation“ nennt sie sich und ist noch bis zum 13. Oktober in der Mediathek einsehbar.

In 51 Minuten erfahren wir, was Meditation mit der Amygdala (und somit mit Ängsten, Depressionen, oder Panikattacken) anstellt, welchen Einfluss sie auf Entzündungsvorgänge im Körper und unser Schmerzempfinden hat, wie sie auf unsere Telomere und auf das Altern wirkt und ganz wichtig: Dass sie absolut in jeden Alltag integriert werden kann, wissenschaftlich erwiesene positive Wirkungen auf unsere psychische und physische Gesundheit hat und – für den Fall, dass noch jemand zweifelt – absolut nichts mit Hokuspokus zu tun hat.

„Viele Leute halten Meditation für ein esoterisches, magisches Ritual, das ein paar Spinner vollziehen, um ein kosmisches Bewusstsein zu erreichen. Aber es geht nicht darum, irgendwo anders zu sein, sondern genau da, wo wir sind“, sagt Prof. Jon Kabat-Zinn, der seit Jahrzehnten daran arbeitet, Medizin und Gesellschaft vom Nutzen der Achtsamkeitsmeditation zu überzeugen. Ich finde, das klingt gut.

Jubiläum: Ein Jahr Angststörung

Es ist verrückt, wie sehr sich mein Leben innerhalb des vergangenen Jahres verändert hat. Ein bisschen beängstigend, ja. Aber vor allem: irgendwie tröstend. Weil ich weiß, dass es immer irgendeine Lösung gibt. Und nichts so heiß gegessen werden muss, wie es gekocht wird. Man muss nur lernen, wie man die Suppe möglichst schnell runterkühlen kann. Continue reading „Jubiläum: Ein Jahr Angststörung“

Ich will keine Angststörung: Die Sache mit der Akzeptanz

„Das Wichtigste ist, dass Sie diese Erkrankung nun als solche akzeptieren.“ Meine Therapeutin sagte das mal eben gerade heraus und ich musste mir beinahe das Lachen verkneifen – so absurd klangen ihre Worte in meinen Ohren. Als ob. Als ob ich das nun einfach so hinnehme. Was sollte das? Das war nicht ich. Ganz einfach. Wieso sollte ich etwas akzeptieren, das ich absolut nicht in meinem Leben haben wollte?

Ich wehrte mich, nur um dann zu merken: Akzeptanz macht alles einfacher.

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