Ich war 25, als ich meine Schränke zusammenräumte, mich von Freunden, Familie und der damaligen Heimat verabschiedete, meinen Freund unterhakte und über 600 Kilometer weiter Richtung Norden zog. Hier sollten meine Träume in Erfüllung gehen und die Karriere beginnen.

Mit den freudig erwarteten Neuerungen – Job, Wohnung, Zusammenzug, Auto – kam aber auch ein Kapitel auf mich zu, das ich nicht vorhergesehen habe. Es begann mit einer Panikattacke und sollte mich von nun an begleiten: die Angsterkrankung.

Nicht nur die physischen und psychischen Auswirkungen der Erkrankung belasten mich, sondern auch die Angst davor, wie mein Umfeld darauf reagieren würde. Denn: Psychische Erkrankungen sind ein No-Go. Finde ich blöd. Und will nicht schweigen.