Das habe ich in fünf Wochen verstanden (Rehatalk #2)

Die Sache mit dem Leistungsdruck

  • Druck kommt nicht nur von außerhalb, ich kann ihn mir auch super selbst machen. Aber wozu? Perfektion ist eine Illusion. Und es ist nicht nötig, rund um die Uhr vortreffliche Arbeit zu leisten. Manchmal reicht es schon aus, die Mindestanforderungen zu treffen.
  • Stress brauchen wir durchaus. Aber weder zu wenig, noch zu viel. Jeder muss sein Level finden. Egal, was andere dazu sagen. Es geht um meine Gesundheit. Und für mich hat mein Wohlergehen Priorität tbh.
  • Grübeleien sind Gift. Für Körper und Seele (das war jetzt neu, oder?).
  • Autofahren kann richtig Spaß machen.
  • Comfort Zone? Manchmal tut es gut, sich etwas zu trauen. Etwas zu machen, wovor man Respekt, oder gar Angst hat. Dieses Gefühl danach ist unbeschreiblich!
  • Kreativität legt manchmal gerade dann einen Auftritt hin, wenn man sie am wenigsten erwartet.
  • Zweifel schleichen sich nicht grundlos ein. Es hilft nicht, sie zu ignorieren.
  • Probleme kann man lösen. Immerimmerimmer.

Menschen

  • Introvertiert zu sein ist vollkommen in Ordnung. Auch wenn wir etwas anderes vorgelebt bekommen – man ist weder langweilig, noch unsympathisch, noch arrogant oder schüchtern, wenn man einfach lieber schweigt und zuhört. Oder sich auf sein Zimmer verzieht. Manchmal bin ich müde. Manchmal haben mich meine eigenen Gedanken gefesselt und sind spannender, als die Menschen um mich herum. Manchmal ist mir jemand einfach unsympathisch. Wieso sollte ich mich selbst dazu zwingen, in diesen Situationen quirlig und gesprächig zu sein?
  • Rückzug von Menschen, in deren Gegenwart man sich nicht wohl fühlt, ist okay. Nein, er ist wichtig.
  • Verletzt zu werden fühlt sich nicht gut an. Aber es passiert. Jeder wird verletzt. Warum sich also dafür geißeln, wenn man selbst einmal derjenige sein könnte, der verletzt hat? Man kann es nicht allen recht machen. Es geht nicht. Es geht nicht. Es geht nicht.
  • Nein. Das war’s. Das Wort bedarf keiner weiteren Erklärung. Wenn jemand ein Problem damit hat, ist es sein Problem. Nicht meins.
  • Niemand hat eine Ahnung. Alle sind unsicher. Manche können das nur besser verbergen als andere.
  • Vergleiche rauben einem aber auch jeden Spaß.

Hilfsmittel

  • Sport ist wahrlich ein Allheilmittel. Ich hatte in meinem Leben nie so lange Muskelkater wie in der Reha. Aber ich war auch noch nie so zufrieden mit meinem Körper. Und schon lange nicht mehr so entspannt. Die haben alle Recht, mit ihrem Bewegungsfetisch.
  • Angsterkrankungen gehören zu den psychischen Erkrankungen mit der besten Prognose. Also: Den Kopf nicht in den Sand stecken!
  • Gedanken zu trainieren ist tatsächlich möglich. Negatives in die Wüste zu schicken. Mehr Positives zu züchten. Es ist super anstrengend, ja. Aber sobald man auch nur den kleinsten Erfolg verbuchen kann, fühlt man sich wie der König der Welt.
  • Positivity is the key! So gut wie jede Situation hat eine positive Seite. Sei es auch nur die Lektion, die man aus ihr gelernt hat.
  • Körper sind faszinierende Meisterwerke. Es ist so wichtig, sich um sich selbst zu kümmern. Verstaubte Kunstwerke machen mich traurig.
  • Fango ist zieeemlich nice.
  • Wasser übrigens ebenfalls. Manchmal ist alles, was man braucht, eine ordentliche Portion verlorener Tränen. Und manchmal einige Runden im Schwimmbecken.
  • Reden hilft. So sehr. Anderen Menschen seine Probleme anzuvertrauen, kann eine wirklich große Hilfe sein. Jeder hat andere Erfahrungen in seinem Leben gemacht. Vielleicht bekommt man einen Rat, den man noch nie zuvor bekommen hat.
  • Stärke ist… seine Gefühle zu zeigen. Ich sehe da weit und breit keine Schwäche. Gar keine.
  • Alles, wirklich alles im Leben, das sich falsch und wie eine Last anfühlt, kann geändert werden. Nur weil man es gewohnt ist, heißt es nicht, dass man es auf ewig aushalten muss. Klar, Veränderungen sind unglaublich kräftezerrend. Aber genauso anstrengend ist es, ein Leben zu leben, das man nicht ausstehen kann.
  • Eine Auszeit vom Internet fühlt sich an, wie ein kleiner Urlaub. Natürlich erst nachdem die Entzugserscheinungen verflogen sind.
  • Neid lässt sich in Stolz umwandeln. Es fühlt sich viel besser an, sich für einen erfolgreiche Freund zu freuen, anstatt ihn zu beneiden.
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